starker verbrannter Vogel

Quelle: starker verbrannter Vogel

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Ob wahr oder gelogen: Papa über alles!

Dieses „als Ihr kleiner wart, hatte ich für Euch mehr Zeit“ ist eine glatte Lüge, aber der Exmann möchte das wohl gerne glauben und die Kinder wollen das auch gerne glauben. Und ich? Spiele ich das…

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Zeitenwende: Deine Freundin bekommt ein Baby

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Die beiden Stadtlandmamas Lisa und Katharina haben eine kinderlose Frau zu Wort kommen lassen, den Beitrag lest ihr hier. Anja von guten Eltern fand diesen Brief nicht in allen Teilen gut.

Ich fand den Text wunderbar, schön, dass jemand endlich sagt, wie es ist. Die Kinder der anderen sind super. Trotzdem darf man es nicht mögen, wenn die entzückenden Kleinen die Tapeten mit Schokohänden anfassen. Es ist für Kinderlose kein großes Vergnügen beim St.-Martins-Umzug Bummelaterne zu gehen oder ständig über Kinderthemen zu reden. Bei allem Interesse und Verständnis.

Ich muss gestehen, dass ich mich jedes Mal ein egoistisches Gefühl durchzuckte, wenn mir wieder mal eine gute Freundin oder ein guter Freund zuraunte „ich/wir bin/sind schwanger“. Ich muss dazu sagen: Ich war mit meiner Ella recht spät dran, die meisten meiner Freunde schoben da schon längst den Kinderwagen vor sich her – manche schon zum zweiten Mal.

Der Satz „ich bekomme ein Baby“ bringt eine Freundschaft auf eine andere Ebene. Für die eine Freundin ändert sich nichts, für die andere alles. Und in der Freundschaft selbst bleibt nichts wie es war.

  • Bis ihr das nächste Mal eine Nacht durchtanzt oder durchquatscht und dabei Cocktails trinkt,  vergehen zwei Jahre – mindestens. Mama ist müde. Mama hat keinen Babysitter. Mama hat einen Babysitter, aber das Baby bekommt am Nachmittag vor der Verabredung Fieber. Mama möchte das bisschen freie Zeit ohne Kind gern allein mit dem Partner ohne Kind verbringen. Mama weiß, dass die Nacht um 7 Uhr beendet ist. Wer geht da schon gern erst um 5 Uhr nach Hause? Hatte ich es schon erwähnt? Mama ist müde. Sehr müde. Sehr sehr müde.
  • Behalte euren letzten (Kurz-) Urlaub in guter Erinnerung. Er wird für lange Zeit der letzte sein. Es gibt erstmal keinen gemeinsamen Urlaub mehr. Deine Freundin fährt mit Mann und Kind an die Nordsee. Das macht sie mehrere Jahre. Da willst du nicht mit.
  • Eure Verabredungen richten sich nach dem Baby. Erst geht ihr noch mit Kinderwagen in die Gott sei Dank rauchfreien In-Kneipen. „Wie lässig“, denkst du. Ein halbes Jahr funktioniert das. Dann wird das Baby agiler und brüllt den Laden zusammen anstatt zuckersüß zu schlafen und alles klaglos mitzumachen. Dann findet ihr euch bald in Etablissements mit Bällebad wieder. Die Rhabarberschorle schmeckt auch ganz lecker da, aber lässig ist da nichts mehr.
  • Wenn sie dich mit dem kleinen Racker bei dir zu Hause besucht, hast du einen schnellen Überblick darüber, was in deiner Wohnung nicht kindersicher ist. In der Zeit, in der ihr euch sonst unterhalten würdet, stellst du Bodenvase weg und räumst den ganzen Dekokram aus dem Regal nach oben, den die kleinen Händchen erreichen können und an dem dein Herz hängt. Gott sei Dank verschwinden Musikanlagen mit vielen Knöpfen langsam aus den Wohnungen.
  • Wenn du Glück hast, bleibt deine Freundin die alte – aber in einer neuen Version. In der Mama-Version. Du hörst gern ihr süßen Kindergeschichten und sie hat gleichzeitig einen guten Rat für dein Problem mit deinem seltsamen Kollegen im Büro. Wenn du Pech hast, geht das Kollegenproblem an ihrem Bewusstsein einfach vorbei.
  • Deine Freundin wird neue Freunde finden. In der Rückbildungsgruppe, beim Pekip oder beim Babyschwimmen. Das ist gut. Mit diesen Freundinnen und Freunden kann sie die gefürchteten Kreißsaal-Gespräche en Detail führen und den Inhalt der Windel besprechen. Mit diesen Menschen wird sie aber auch auf dem Spielplatz herumsitzen, einen Kindergarten suchen und Laterne gehen. Du wirst nicht immer dabei sein und wenn du dabei bist, kannst du manchen Geprächen nicht folgen.
  • Manchmal wirst du denken „was erzieht die sich da eigentlich zusammen?“ An Luis Stelle wäre es dir auch egal, wenn du denn ganzen Tag „Luis, Luuuis, Luuuuis, ach bitte lass das doch mal“ hören  müsstest. Luis hört nicht für fünf Pfennig, Luis will stets in den Mittelpunkt, Luis ist außer Rand und Band. „Luuuuis, nein“. „Luis, wenn du weiter haust, gehen wir nach Hause.“ (Macht sie sowieso nicht, sie weiß das, du weißt das und Luis weiß das auch.)  Überlege dir trotzdem gut, ob du das ansprichst. Nicht jede Mutter mag das. Nein anders, die meisten Mütter hassen Erziehungskritik.
  • Die nächsten Geburtstage sind aller Voraussicht nach Kaffee-Einladungen oder Brunch. Vielleicht ist es auch das gute alte Mittagessen. Eltern begeistert das. Die Kinder können mit und es gibt was zu essen. Das ist ein großer Vorteil und viele Male ist das auch sehr schön. Aber immer? Wie waren die Abende doch legendär als die Nacht noch nicht um 6 Uhr vorbei war.

Das geht ein paar Jahre so. Vielleicht dauert es auch länger, weil deine Freundin noch ein Kind bekommt und dann eventuell noch eines. Eltern erwarten manchmal ziemlich viel Toleranz und Verständnis. Für die lieben Kleinen, für das neue Leben. Das muss nicht immer so schlimm sein, dass Papa beim Länderspiel schauen sagt: „Ich finde das so toll, wie die beiden gerade ihre Stimme entdecken“, während du auf den Moment wartest, wo den beiden das Kreisch-Spiel langweilig wird. Aber es kann so schlimm sein.

Eine gute Freundin bleibt dir. Aber die Freundschaft wird anders. Du gehst zum Brunch, du gibst einen Brunch (was bleibt dir über, du willst ja das jemand kommt), du freust dich, dass deine Freundin ihre Mutter auf das Sofa daheim gesetzt hat, weil ihr eben doch mal allein ins Restaurant gehen wolltet. Vielleicht hält sie ja sogar bis nach Mitternacht aus. Immerhin ist Oma viel billiger als der Babysitter und muss auch morgen nicht zur Schule.

So ist das.

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Waldesruh

Ganz still. Ich laufe höchstens mal durch den Wald, sehe andere Menschen, Paare, Familien, Kinder und bete, daß ich niemanden treffe den ich kenne. Ich will mich nicht unterhalten müssen. Ich will…

Quelle: Waldesruh

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Muttertagswünsche, Wechselmodell und die kleinste Familie der Welt

2016-05-16_Blog

Ich war lange nicht hier. Alexandra Widmer von Stark und alleinerziehend hat sehr recht, wenn sie sagt, man solle auf sich aufpassen. Ich war in der vergangenen Zeit abends zu kaputt oder zu beschäftig (oder beides), um noch im Dreimädelhaus fleißig zu sein.

Dabei war viel los. Zuletzt der #Muttertagswunsch. Mama arbeitet, Mutterseelesonnig und family unplugged haben eine tolle Aktion ins Leben gerufen. „Ich brauche keine Blumen, ich brauche Steuerklasse III“. Das ist genau meins. Allerdings habe ich mich über die Blumen, das Bild und die ganze Liebe, die daraus triefte, doch sehr sehr gefreut. Dazu hätte ich einiges schreiben können. Ist von der langen Bank gerutscht als der Muttertag vorbei war.

Ich hätte auch einiges über das Wechselmodell zu sagen. Heute Abend nicht mehr.

Aber zuletzt bin ich richtig steilgegangen. Bei Facebook wurde Bernadette Conrads Buch „Die kleinste Familie der Welt“ vorgestellt. Ich habe das Buch (noch) nicht gelesen. Aber darin geht es um Frau, die ihre Tochter allein erzieht und sagt, sie brauche nicht zwingend einen Mann.

Na, da war aber etwas los. Selbstverständlich brauche man Vater und Mutter. Oder auch Vater und Vater oder Mutter und Mutter. Aber allein? Und dann noch nicht einmal auf der Suche? So geht es aber nicht.

Hallo?

Ich könnte da jetzt einiges zu sagen. Tue ich aber nicht mehr. Bin müde.

 

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Idioten gibt es auch auf dem Mütterthron

2015-12-24_Heiligabend (8)

Ich kenne eine Mutter, die auf dem  Mütterthron sitzt. Getrennt vom Vater ihrer Kinder macht sie dem Ex das Leben schwer, wo sie nur kann. Sie mag nicht recht arbeiten, ihr Ex-Mann zahlt großzügig, kümmert sich liebevoll um die drei Kinder, aber sie macht ihn schlecht, wo sie nur kann. Auch vor den Kindern. Nein anders, gerade vor den Kindern.

Sie ist quasi der schlimmste Alptraum für alle Väter, die ihre Kinder entbehren und dafür zahlen, dass sie mit dem neuen Partner ein Leben in Saus und Braus führt. Wenn er die Kinder mal sehen will, lässt sie ihn nicht, irgendein Vorwand fällt ihr immer ein.

Scheint oft vorzukommen. Väterrechtler singen ein lautes Lied davon. Jeanette Hagen hat dieser Bewegung geholfen, in dem sie fordert,

„Die Mütterhoheit gehört vom Thron gestoßen“.

Dazu gibt es reichlich berechtigte Gegenrede, wird am Ende des Textes zusammengefasst und ich glaube nicht, dass die Debatte schon beendet ist.

Mich wundert nur, wo die ganzen Mütter sind, die auf ihrem Thron herumsitzen und runtergestoßen werden müssen. Ich kenne dieses eine Exemplar. Sie war schon ohne Kinder eine schreckliche Nervensäge und mein lieber Freund hätte sie gar nicht heiraten dürfen – darin war sich der Freundeskreis schon vor der Hochzeit einig.

Dann hat sie es noch geschafft, den Familienrichter davon zu überzeugen, dass sie auf keinen Fall arbeiten kann. Dabei ist das jüngste Kind im Vorschulalter. Was spricht gegen eine Halbtagsanstellung? Sie findet eine Menge.

Was wieder meine These stützt: Idioten gibt es überall. Im Büro, unter den Eltern im Kindergarten, wahrscheinlich auch im Flüchtlingsheim, das in unserer Nachbarschaft eingerichtet wurde.

Leider machen solche Damen das Alleinerziehenden-Image kaputt. Was schade ist, dann heißt es wieder „Diese Eltern, diese So-und-so-Angestellten, diese Flüchtlinge“. Und eben „diese Alleinerziehenden“.

Mir geht das echt auf die Nerven. Ich glaube gern, dass es noch mehr Frauen gibt, die sich so verhalten wie meine Bekannte. Trotzdem sind sie nicht die Regel. Die meisten Mütter, die den Vater entbehren, machen es sich nicht leicht.

Die meisten werden auch nicht oft den Fehler machen, schlecht über den Vater zu reden, der nicht da ist. Vor allem dann nicht, wenn man ihn braucht. Meine Ella lag jetzt im Bett, weinte und fragte „Wo ist Papa, warum ist er nicht da?“ Die Antwort: „Weil der Vollidiot dumm genug ist, dich nicht kennenlernen zu wollen und auf irgendeinem Ego-Trip festhängt, den ich nicht begreife“, wäre nicht angebracht.

Stattdessen kriegte ich mir etwas im Stil von „Dein Papa hat sein eigenes Leben, lass den man laufen“, daher. Gefolgt von „Klar hat der dich lieb, wie könnte er nicht?“ Das wiederum glaube ich selber nicht.

Ich finde nicht, dass ich auf einem Mutterthron herumsitze.

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Jeanette Hagen, die #Mütterthron und #Vaterentbehrung gerade prominent gemacht hat,  wuchs ohne ihren Vater auf, die Mutter schimpfte auf den Mann. Bei allem Verständnis für ihr Schicksal –  daraus zu folgern, Mütter säßen auf einem Thron und es wäre eine gute Sache, sie durch Unterhaltskürzung runterzuschubsen,  das ist eine Scheißidee.

Das finden auch:

Alexandra Widmer von Stark und Alleinerziehend.  Sie schreibt über  die Machtlosigkeit der Mütter, wenn der Vater sich nicht kümmert. Phoenix-Frau Rona Duwe  regt sich ehr angemessen auf und

Gute Argumente haben Köpfchenchaos ebenso wie Mamamotzt und mutterseelesonnig.

Phoenix-Frau Rona Duwe regt sich sehr angemessen auf und Nils Pickert setzt das Ganze noch in den Zusammenhang mit diesem seltsamen Spiegel-Artikel, in dem gefragt wird, ob Väter die besseren Mütter sind. Die Frage konterte Mama Berlin sehr schön: Sind Katzen die besseren Hunde? Sind Flugzeuge die besseren Autos? Sind Mädchen die besseren Jungs? Is grey the new black? Sind Journalisten die besseren Kabarettisten?

 

 

 

 

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Wieder eine Mama zwischen Sorge und Recht

2014-12-26_Blog

Wer nicht mit dem Vater seines Kindes zusammen ist, bewegt sich nicht immer in der Komfortzone. Ich kenne eine Reihe Frauen, die Mühe haben etwas Gutes über den Vater ihrer Kinder zu sagen. Ich kenne auch Frauen, die getrennt sind und zum Kindsvater eine gute Beziehung haben. Nicht, dass es da keine Probleme gäbe, aber Mann und Frau sprechen miteinander und kriegen es irgendwie hin.

Ich kriege es nicht hin. Der Vater meiner Tochter lebt sein Leben gänzlich ohne seine Tochter. Wenn ich da andere höre, weiß ich wieder: Ideal ist was anderes, aber schlimmer geht immer. So wie bei einer lieben Freundin. Sie versucht ein gutes Verhältnis mit dem Vater ihrer Kinder aufrecht zu erhalten. Aber es ergeht ihr wie Carola Fuchs in „Mama zwischen Sorge und Recht“. Es war wie so oft: Er machte ihr Angst. Mit bescheuerten Briefen vom Anwalt, in denen gedroht wurde. Mit Gesprächsangeboten, die nicht angenommen werden. Mit Vereinbarungen, die nicht eingehalten werden. Mit Verhalten, das eine Frage völlig ignoriert: Was ist gut für das Kind?

Meine Freundin hat zwei ganz tolle Kinder, kann also nicht so viel falsch gemacht haben. Sie wollen nicht mehr so oft zum Vater. Nicht gar nicht mehr, nur nicht mehr so oft. Er sieht das anders und besteht auf seinem Recht, auf Abmachungen, die nicht mehr zum Alter der Kinder passen. Usw, usw.

Nach dem Gespräch ging es mir schlecht. Ich hatte auch mal diese Zeit, als Briefe kamen. Darin ging es ums Geld. Sein Anwalt haute mir alles um die Ohren, was ich jemals falsch gemacht hatte oder haben könnte. Das gab jedes Mal einen Schlag in den Magen. Angst, ein schlechtes Gefühl. Dieses Gefühl kommt schon wieder, wenn nur jemand  anderes von ähnlichen Erfahrungen berichtet.

Wieso dürfen die das? Wieso schaffen die das, dass es einem so schlecht gehen kann?

Aber als Mutter muss man immer gut drauf sein, da darf man nicht niedergeschlagen sein. Als die Teilzeitmutter über ihre Erfahrungen mit Patchwork in der Süddeutschen berichtete, wurde sie wild beschimpft in jeder Folge. Darf man nicht. Man darf als Mutter nicht traurig sein, wenn man sich vom Vater trennt.

Mein Mädchen hat jetzt zum ersten Mal woanders geschlafen. Ich habe die freie Zeit genossen. Aber es war auch komisch. Ich bin gerade wegen etwas anderem nachdenklich, ein beruflicher Erfolg, mit dem ich gerechnet hatte, ist ausgeblieben. Daran knacke ich gerade. Dazu war mein Mädchen nicht da und das intensive Gespräch hing mir nach. Das reichte schon. Ich war schlecht drauf.

Darf man nicht sein.

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